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09.04.2017   Münstersche Zeitung, Martin Fahlenbusch
Bemerkenswerte Musiker
Das „Ventus Bläserquintetts Salzburg“ überzeugte in der Bagno-Konzertgalerie.
Fangen wir die Besprechung des Konzertes des „Ventus Bläserquintetts Salzburg“ am Samstagabend in der Bagno-Konzertgalerie ausnahmsweise mit den Zugaben an. Nach deutlichem Beifall spielten die fünf Musiker nach ihrem eigentlichen Programm zuerst eine Polka des ungarischen Komponisten Denes Agay (1911-2007), der als Jude 1939 nach Amerika emigrierte.
Auf den ersten Blick – oder sagen wir besser – auf den ersten Höreindruck war das vermeintlich die Musik, die man von einem Quintett mit Querflöte, Klarinette, Horn, Fagott und Oboe erwartet hätte. Aber diese Komposition war leicht und flirrend, betonte oder übertrieb so gar nicht den Polka-Rhythmus, war fein durchkomponiert, abwechslungsreich und hatte so gar nichts Deftiges oder gar Wurstiges.
Hier wie im gesamten Programm des Abends glänzten Isabella Unterer (Oboe), Moritz Plasse (Flöte), Gábor Lieli (Klarinette), Christoph Hipper (Fagott) und der für den erkrankten Hornisten Markus Hauser kurzfristig eingesprungene Professor Johannes Hinterholzer und überzeugten durch ihr bestens abgestimmtes Zusammenspiel.
Nun muss die ernsthafte Quintettmusik mitunter mit Bearbeitungen von Stücken leben, die eigentlich für ganze Orchester oder gänzlich andere Instrumente komponiert wurden. Mit einem derartigen Umweg begann auch das Konzert in der ausverkauften Bagno-Galerie, als die Bearbeitung von Johannes Linckelmann der Ouvertüre zu „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart auf den Pulten der versierten Musiker lag. Im Grunde genommen war das aber nur ein „Warming up“ für das, was wesentlich Quintett-spezifischer noch kommen sollte.
Da muss man vor allem die höchst gelungene Bearbeitung des Streichquartetts F-Dur op. 96 von Antonin Dvorak nennen. Man nennt es, weil seine Entstehung in Dvoraks New Yorker Zeit fiel, auch das „Amerikanische Quartett“. Noch in der klugen Bearbeitung von David Walter merkt man die Einflüsse der Pentatonik und Synkopierung als dortigen Kompositionseigenarten, die den böhmischen Meister sicher beeinflussten.
Aber da sich Walter wohl auf Dvoraks Fassung für zwei Violinen, zwei Bratschen und ein Cello bezog, gelang die Adaptierung der Vorlage für das Ventus-Bläserquintett noch farbiger und aufregender als in der eigentlichen Streicherquartett-Fassung.
Neben Haydns Divertimento B-Dur „Chorale St. Antoni“ mit der stark ohrwurmverdächtigen Melodie des zweiten Satzes „Lento“ muss man die ausgefuchste, speziell für Bläserquintett komponierte „Variações Sérias sobre um Tema de Anacleto de Medeiros“ von Ronaldo Miranda nennen.
Besonders hier demonstrierten die Ventus-Musiker ihre ganze Spielfreude und ließen ihr so leicht daherkommendes Können mehr als nur aufblitzen.
Nicht zuletzt die „Trois pièces brèves“ von Jacques Ibert kamen als pfiffige Komposition daher, die man sich als Film- oder gar Stummfilm-Musik auf ganz hohen Niveau vorstellen könnte.
Dabei stellte sich einmal mehr die Steinfurter Konzertgalerie als hochsensibler und der Durchsichtigkeit und Eigenständigkeit der Instrumente entgegenkommender Spielort vor. Begeisterter Beifall für ein bemerkenswertes Bläserquintett.
 
18.05.2015   Berner Oberländer, Ursina Humm
 
Die Premiere ist gelungen
Das 6. Konzert der Reihe "Schlosskonzerte Spiez" sprach ein ganz junges Publikum an: Das Ventus Quintett aus Salzburg sowie ein überaus munteres Sandmännchen alias Schauspielerin Anja Clementi holten die Kinder am Sonntag mit "Hänsel und Gretel" wörtlich von den Stühlen - auch Erwachsene.
Für einmal hatte der Pfarrer am Sonntagmorgen nichts auf der Kanzel zu suchen. Statt seiner überraschte ein blau gewandetes Sandmännchen (nun ja, in Tat und Wahrheit eigentlich ein Sandfrauchen) von ebenda herab die Besucherschar in der Schlosskirche Spiez mit fröhlichem Gesang und golden glitzerndem Sternenstaub. Die glockenhelle Stimme verunmöglichte jedoch ein allzu frühes Einnicken. Da hörte man lieber gespannt zu, was denn dieses quirlige Wesen tagsüber so macht, wenn die Stunden bis zum abendlichen Rundgang nicht verstreichen wollen: Geschichten erzählen. Eifrig gestikulierend, für die halt etwas gemächlicheren berndeutschen Kinderohren: in vielleicht etwas gar flüssigem Bühnendeutsch, dafür mimisch und stimmlich sehr abwechslungsreich untermalt und mit lebendig umgesetzten Rollenwechseln, ließ Anja Clementi die Geschichte von Hänsel und Gretel vor sämtlichen inneren Augen erscheinen. Die in Salzburg lebende deutsche Sängerin und Schauspielerin sowie garantiert märchenhafte Mutter dreier Söhne wurde dabei tatkräftig unterstützt: Das Ventus Quintett, bestehend aus vier Musikern und einer Musikerin mit den Instrumenten Flöte, Klarinette, Horn, Fagott und Oboe nutzte mit der eigens zum Märchen komponierten Musik von Engelbert Humperdinck die Akustik des Kirchenraumes optimal. Feine Klanggewebe lösten klar akzentuierte Episoden ab, und ob Kinderlied, Waldesrauschen, Tanz oder Abendgebet - die fünf standen Frau Sandmanns Erzählkunst mit ihrem wachsamen Zusammenspiel in keiner Weise nach.
Auch das Publikum erwies sich als ganz brauchbarer Mitakteur: In "Brüderlein, komm tanz mit mir" durften die Tanzbeine geschwungen und in "Ein Männlein steht im Walde" die Stimmbänder in Gang gebracht werden. Doch auf der Hexe übermütigem Besenritt quer durch die Kirche traute sich dann doch nur ein einzelnes, mutiges Hexchen mitzufliegen. Fazit: Premiere gelungen - weiter so!
 
22.09.2014   Der Neue Tag Weiden, Thomas Göttinger
 
Die Gäste aus Salzburg überzeugten mit einem quicklebendigen, hoch virtuosen und energiegeladenen Auftritt. Schon mit Alexander Zemlinskys „Humoreske“ aus dem Jahr 1939 zeichnete sich ab, was für den ganzen Abend gelten sollte: Feinstes Klangfarbenspiel, mal keck, mal suggestiv, mal drückend orchestral aufgeblasen, im nächsten Moment wieder kammermusikalisch ziseliert und bei Bedarf auch wunderbar kantabel vorgetragen. So viel Power, so viel frischen Wind bekommt man definitiv von einem Bläsermusikensemble nicht alle Tage geboten.
 
25.06.2014   Obermain Tagblatt, Andreas Welz
 
„Ventus Quintett Salzburg“ begeisterte die Klassikfreunde im Kaisersaal – Von viel Spielfreude getragen
Das Ventus Quintett Salzburg begeisterte am vergangenen Sonntag im Kaisersaal von Kloster Banz mit dem Konzert „Festliches und Originelles“ im Rahmen des „Musiksommer Obermain“. Werke der Wiener Klassik und klangvolle französische Moderne standen sich gegenüber. Das Bläserensemble vereinigt in sich alle guten Tugenden aus perfektem Zusammenspiel, hoher Virtuosität und beeindruckender Klangvielfalt. …
Dann aber nahm die Serenade mit Bläsern aus drei Jahrhunderten mit Mozarts Zauberflöten Ouvertüre klangvolle Fahrt auf. Das geistreiche gegenseitige Zuspielen der Gedanken, bei denen jeder Musiker auch solistisch glänzen konnte war von viel Spielfreude getragen, so dass die Substanz klar und deutlich zur Geltung kam. Wahres Vergnügen bereitete das „Divertimento B-Dur Hob.II:46“ von Joseph Haydn, das aufgrund seiner innigen und introvertierten Musiksprache nicht umsonst den Beinamen „Chorale St. Antoni“ trägt. Der große Bogen zwischen leicht sakralem Ansatz bis zu ausgelassener Lebendigkeit prägte die vier Sätze, die bis ins kleinste Detail meisterhaft interpretiert wurden. Das Quartett für Oboe, Flöte, Klarinette und Fagott aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Jean Francaix lieferte einen Sprühregen aus raffinierten Klängen und einfallsreichen Passagen.
Das Bläserquartett gab sich witzig, elegant und rhythmisch raffiniert, vergleichbar mit einem „geistreichen“ Feuerwerk. Auch die betont elegischen und ausgesprochen motorischen Züge kamen vollends zur Geltung. Geradezu zum Schunkeln geeignet waren die alten ungarischen Tänze von Ferenc Farkas. Das klangvolle Arrangement alter ungarischer Tanzmelodien interpretierten die Bläser als eine Suite von gefälligem Charme, ohne klangliche Härten oder Reibungen. Das Werk aus dem Jahre 1953 erinnerte nicht zufällig an Filmmusik.
Den zweiten Teil des Konzerts eröffneten die Künstler mit Astor Piazzollas „Primavera Portena“ aus vier Jahreszeiten. Auf dem ursprünglichen argentinischen Tango basierend, hatte der Komponist und Bandoneon-Solist Piazzolla darin Elemente von Klassik und Jazz eingewoben. Die rhythmische Einstimmung erfolgte mit Fingerschnipsen und schwungvollen Passagen der Oboe. Die abschließende „Carmen-Suite“ von Georges Bizet setzte als Potpourri ein vorzügliches Ende, keine populäre Melodie wurde ausgelassen und der lebhafte Beginn der Oper wurde zum feurigen Ende des Programms.
Mit der ersten erklatschte Zugabe spielten die Musiker eine vergnügliche Polka aus dem Ungarischen. Der Beifall wollte nicht enden, bis schließlich die zweite Zugabe „Trois piéces bréves“ (Drei kurze Stücke) von Jacques Ibert das begeisterte Publikum befriedigte.
30.04.2012   Wetzlar
 
Ventus Quintett Salzburg gastiert in der Wetzlarer Stadthalle
Wetzlar (sm). Sehr spritzig und witzig, virtuos und brillant - das Ventus Quintett Salzburg zog die 150 Zuhörer in der Wetzlarer Stadthalle von Anfang an in den Bann in dieser Besetzung selten zu hörender und doch so vertrauter Musik.
In weiteren Salzburger Formationen spielend, haben sich Moritz Plasse (Flöte), Isabella Unterer (Oboe), Gábor Lieli (Klarinette), Markus Hauser (Horn) und Christoph Hipper (Fagott) den Rang eines europaweit gefragten Ensembles erworben. Originalwerke und feinfühlige Bearbeitungen wechselten sich ab und schufen einen Streifzug durch drei Jahrhunderte, der nie langweilig wurde, ja eher Appetit auf mehr machte. Mit Joseph Haydns (1732 -1809) "Divertimento B-Dur" stand ein Klassiker auf dem Programm, dessen zweiter Satz "Choral St. Antoni" seither in vielfältiger Bearbeitung umherläuft und auch Brahms zu seinen Variationen reizte. Die Schönheit der Melodie schien auch Haydn nicht loszulassen, so dass sie auch den vierten Satz des Werkes inspirierte. Die "Petite Suite" von Claude Debussy (1862 - 1918) war den Arrangeuren auch viel zu schön, um sie nur den Pianisten zu überlassen. Die Bearbeitung für Bläserquintett ist so gekonnt und wurde vom Ventus Quintett mit viel Liebe zum Detail vorgetragen, dass die Urfassung hinter der Bearbeitung verschwand. Die vier Sätze mit dem Ballet als Schlusspunkt waren ein rauschendes Fest impressionistischer Musik. Ferenc Farkas (1905 -2000), der Nestor der ungarischen Musik, schrieb stets gut hörbare, leicht verständliche Musik und hatte ein Gespür für wirkungsvolle Kombinationen von Instrumenten. Mit seiner Bearbeitung alter ungarischer Tänze griff er auf das jahrhundertealte Erbe der Musik seines Landes zurück. Viele Zuhörer fühlten sich zu Beginn ins Rosengärtchen versetzt. Die Tänze erinnerten an Feste, an Trauer, an die Lust zu Leben. Ein flotter "Rausschmeißer" beendete die Tänze und den ersten Programmteil. Mit György Ligetis (1923-2006) "Sechs Bagatellen" stand ein Originalwerk auf dem Programm, ein Werk aus dem Jahr 1953, fast noch aus der Experimentierphase, dissonanzen-reich, aber stets witzig und voller Spielfreude, was man dem Quintett auch ansah. Die abschließende "Carmen-Suite" von Georges Bizet (1838-1875) setzte als Potpourri ein vorzügliches Ende, keine populäre Melodie wurde ausgelassen und der feurige Beginn der Oper wurde zum feurigen Ende des Programms. In einer erklatschten Zugabe folgte noch die vergnügliche Polka des amerikanischen Komponisten ungarischer Herkunft Denes Agays (1911 -2007).
 
23.01.2012   Süddeutsche Zeitung, Reinhard Palmer
 
"Liebe und Leid - Ventus Quintett brilliert in Gilching
Die Bläserbesetzung des Ventus Quintetts Salzburg steht in der Tradition der Harmoniemusiken, allerdings einzeln besetzt und um eine Flöte bereichert. Durch das den Streichern gegenüber größere Volumen für Freiluftkonzerte geeignet, war ein solches Ensemble einst dafür zuständig, aktuelle Musiken einem breiten Publikum bekannt zu machen. Ihre Domäne waren also Transkriptionen und Bearbeitungen, wie sie in der Aula des Gymnasiums Gilching auch mit dem Ventus Quintett zur Aufführung gelangten. Und schon in Mozarts Zauberflöten-Ouvertüre wurden die Vorzüge des Bläserquintetts deutlich. Zunächst die große Farbigkeit der instrumentalen Kombination aus Flöte (Moritz Plasse), Oboe (Isabella Unterer), Klarinette (Gábor Lieli), Horn (Markus Hauser) und Fagott (Christoph Hipper), die überaus klangmalerisch-suggestive Wirkungen erzeugen konnte und sinnesfreudig bezauberte. Einfühlsam ausbalanciert, erlangte das Ensemble dabei orchestrale Größe, kontrastierte aber auch mit straffen, feingliedrigen, ja pfiffigen Passagen ausgeprägt kammermusikalisch. Gerade in so emotionaler Musik wie der Carmen-Suite (Bizet), bewährten sich diese Charakteristika in Erzählungen von Liebe, Leid und feurigem Temperament. Sehnsuchtsvoll und melancholisch erklangen indes Stücke aus Piazzollas „Vier Jahreszeiten“ und „Histoire du Tango“. Das reinste Farbenfest ergab die „Petite Suite“ von Debussy, die im Original mit Klavier zu vier Händen bei weitem nicht über ein solch reichhaltiges Kolorit verfügt. Diese Farbigkeit war es auch, auf die Komponisten der Moderne aufmerksam wurden. Jean Francaix hatte eine Vorliebe für Bläser und kostete im Quartett (ohne Horn) mit Witz diverse klangliche Konstellationen insbesondere in räumlichen Wirkungen aus. In seinen beschwingten „Alten ungarischen Tänzen“ im Renaissance-Stil lag aber auch Ferenc Farkas nicht weit davon entfernt. Einmal mehr demonstrierte darin das Ventus Quintett seine Wendigkeit und rhythmische Disziplin. Zugabe von Ibert."
 
13.1.2012 OÖNachrichten
 
"Kammermusik als Publikumsmagnet
Clemens Zeilinger (Klavier), Ventus Quintett Salzburg, Brucknerhaus Linz, 11.1.2012
Das Begriffspaar „Wind“ und „bunt“ steckte den Programmrahmen ab für das ausgezeichnete Konzert des Ventus Quintetts aus Salzburg, bei dem Werke der Wiener Klassik einer klangvollen französischen Moderne gegenüberstanden. Das Bläserensemble vereinigt in sich alle guten Tugenden aus perfektem Zusammenspiel, hoher Virtuosität und beeindruckender Klangvielfalt. Zusammen mit dem Pianisten Clemens Zeilinger ergab sich ein Ensemble, das keinen Wunsch offenließ.
Mozarts „Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott“ aus 1784 schöpft seine Wirkung aus dem geistreichen gegenseitigen Zuspielen der Gedanken, bei denen jeder Musiker auch solistisch glänzen konnte. Die Aufführung war von viel Spielfreude getragen, so dass die Substanz klar und deutlich zur Geltung kam. Beethoven verpackte 1796/97 in op. 16 für dieselbe Besetzung unverkennbare Momente der Größe und Monumentalität, ohne die ausgewogenen musikalischen Dimensionen zu verlieren; das zu vermitteln gelang den Musikern vorzüglich.
Werke der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus Frankreich lieferten einen Sprühregen aus raffinierten Klängen und einfallsreichen Passagen. Jean Francaix (1912–1997) gibt sich in seinem Bläserquartett aus 1933 witzig, elegant und rhythmisch raffiniert, vergleichbar mit einem „geistreichen“ Feuerwerk. Auch die betont elegischen und ausgesprochen motorischen Züge kamen vollends zur Geltung. Das „Sextett für Klavier und Bläserquintett“ aus 1932/39 von Francis Poulenc (1899–1963) enthält viel hellgetönte Musik. Dabei gelang dem Pianisten der Sprung zwischen den Aufgaben als Solist sowie als begleitender und strukturell eingebundener Kammermusiker.
Auf den lebhaften Beifall aus dem vollen Saal folgte als Zugabe ein aus ähnlicher Geisteshaltung geformter Bläserquintett-Satz vom Pariser Jacques Ibert (1890–1962)."
 
13.1.2012    Christine Grubauer, NVB
 
"Quintett und Klavier in brillantem Wechselspiel
Im Rahmen des Zyklus "...bunt..." musizierte der Linzer Pianist Clemens Zeilinger im Brucknerhaus mit dem hervorragend aufspielenden Ventus Quintett Salzburg, einer fünfköpfigen Bläsertruppe, gebildet aus den Solobläsern des Mozarteumorchesters, der Camerata Salzburg und der Salzburger Kammerphilharmonie. Zuerst auf den Pulten lagen die Noten zu Mozarts Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 452 (1784) sowie Beethovens Quintett in gleicher Besetzung und in der nämlichen bläserfreundlichen Tonart op. 16 (1796/97). Der Bläserchor glänzte bei beiden Werken im Wechselspiel mit dem Klavier, dessen Brillanz Zeilinger vor allem bei Mozart mit Eleganz auskostete. Nach der Pause stellte er zwei "Neo-Klassizisten" einander gegenüber: Jean Francaix (1912 - 1997) und Francis Poulenc (1899 - 1963). Das Bläserquartett für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott von Francaix entpuppte sich als faszinierendes Hinhörstück, das mit seinem lustvoll-witzigen Einfallsreichtum für die Musikanten viele Teufelchen im Detail birgt, doch gerade hier war die Brillanz der Spieler und der luftig-leichte Umgang mit diesem geistreichen Feuerwerk zu bewundern. Als Zugabe folgte ein französisches Bläserstück von Jacques Ibert. Große Zustimmung im ausverkauften Saal."
 
13.1.2012    Kronen Zeitung
 
Clemens Zeilinger im Brucknerhaus:
Mitreißender Sturm
"Der Zyklus "...bunt..." des Pianisten und derzeitigen Artist in Residence Clemens Zeilinger scheint in der Brucknerhaus-Saison 2011/12 für hohe Qualität zu stehen. Und so begeisterte am Mittwoch auch das zweite Konzert dieser Reihe ein zahlreiches Publikum. "Wind machen" lautete der Titel des Konzertabends.
Diesen Wind machten mit Zeilinger vor allem die fünf Bläser des hochkarätigen Ventus Quintetts Salzburg...
Das routiniert gespielte Mozart-Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott gefiel zwar schon ganz gut, glich aber noch eher einem sanften Lüftchen. Zum mitreißenden Wirbelsturm entwickelte sich die Formation dann dafür umso mehr beim zweiten Werk des Abends, Beethovens kunstvoll verwobenem Quintett in Es-Dur op. 16. Für das spritzig Quartett für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott von Jean Francaix überließ Clemens Zeilinger den Salzburger Bläsern die Bühne, um dann im Anschluss zusammen mit dem gesamten Ventus Quintett das extrem lustvolle und dynamische Sextett für Klavier und Bläserquintett op. 100 von Francis Poulenc anzustimmen. Ein erfrischendes Konzerterlebnis, das durch eines von Jacques Iberts 3 kurzen Stücken als Zugabe abgerundet wurde."
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